LADISLAV HEJDÁNEK ARCHIVES
Karl Jaspers  ✖ Svět  ✖
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Subjekt a svět | Svět a subjekt

Karl Jaspers (1952)
Denn das gehört zu unserem Wesen: statt uns aus der Welt zu verstehen, ist etwas in uns, das sich allem Weltsein gegeüberstellen kann. Sofern wir in der Welt von anderswoher sind, haben wir in der Welt eine Aufgabe über die Welt hinaus.
(Der Weltschöpfungsgedanke, in: 3336, Philosophie und Welt, München 1963, S. 280-81.)
date of origin: listopad 2010

Svět a vědy

Karl Jaspers (1961)
Druhá hranice vědy má jinou podobu. Je totiž dána tím, že samotné vědy jsou v celku bytostně omezené. Lze to ozřejmit následujícím způsobem: Všechno naše poznání vždy zůstává ve světě, nedospívá nikdy ke světu jako takovému. Svět není předmětem zkoumání, nýbrž je, jak říká Kant, ideou, která zkoumání vede a dává mu jednotu. Tuto jednotu ovšem zkoumání svým bádání vždy rozbíjí. Od té doby, co se vědám podařilo dosáhnout moderní exaktnosti, nemůžeme už popřít fakt, že svět je v našem vědění rozpolcen. Cenou za velké univerzální jednoty, které nám právem tolik imponují, zejména ve fyzice a kosmologii, je vždy abstrahování od ohromného množství jiných významných skutečností, které se tu už vůbec nedostávají ke slovu. Celkové vědění chybí a formy univerzálního, jednotného vědění různého druhu, jsou právě důsledkem toho, že celkové vědění se už nepovažuje za možné.
(Šifry transcendence, přel. Vlastimil Zátka, Vyšehrad, Praha 2000, str. 39.)
date of origin: květen 2008

Svět a (jeho) meze

Karl Jaspers (19..)
„The limits are looked for, behind which there is no additional world and yet where not only nothingness need be. Man seeks clear consciousness of the possible orientation in the world by pointing out that Being itself never appears anywhere in the world or as the world, but only as fragmented being. With this presupposition of the consciousness of limit I am able to live with the world as with that about which pertinent, objective orientation is possible, and yet I need not surrender to the world, but I can live related to Being itself, which I cannot orient in the world.“
Karl Jaspers, Philosophy and Existence
(původní název: Existenzphilosophie)
citát je uveden na: www.
staženo do: C:\Dokumenty\a-archiv\autoři\aut-svět\Jaspers\www\
date of origin: červen 2006

Svět – původ

Karl Jaspers (1952)
In einem Hymnus des Rig-Veda, tausend Jahre vor Christus in Indien, fragt der Richter nach dem Ursprung der Welt. Was war vorher? Nicht Sein, nicht Nichtsein, sagt er, nicht Luft, nicht Himmel, nicht Tod und nicht Unsterblichkeit ... Nur das Eine atmet. Auβer ihm war nichts anderes. Von ihm kam die Welt ... Aber, so fragt der Dichter sogleich: Wer weiβ es denn in Wahrheit, woher sie kam? Die Götter, sagt er, reichen nicht in jene Ferne. Wer ist es, der weiβ, ob die Welt geschaffen oder ungeschaffen ist? Und die Antwort: Das weiβ nur er, der Eine, der Allbeschauer, – oder weiβ auch er es nicht?
Noch über die Götter hinaus fragt also der Dichter. Er kommt zu dem Letzten, zu dem Einen, er NEJNT ihn Aufseher und Herr von Allem. Ob auch dieser vielleicht es nicht weiβ, solche Frage scheint skeptisch bis zur Blasphemie. Aber ist sie das wirklich? Wenn die Frage nach dem „vorher“ im Ernst gestellt ist, wenn der Blick in das Geheimnis fiel, dann ist von dem Allumgreifenden, dem Unendlichen keine Aussage mehr angemessen. Das Denken hält fragend an. Es steht still vor dem Sein. DAS Sein soll nicht angetastet werden durch ein vermeintliches Wissen, auch nicht durch die Erwartung, es sein in der Form dessen, was wir Wissen nennen, überhaupt wiβbar. Die Frage: Oder weiβ auch er es nicht verbirgt die Unsagbarkeit des Eigentlichen, verbirgt die Wissensfremdheit des alles bestimmte Wissen überschreitenden gegenstandslosen Grundwissens.
Solche Erfahrung gab es vor dreitausend Jahren. Sind wir weitergekommen? Wissen wir heute mehrvom Ursprung der Welt? ...

(Der Weltschöpfungsgedanke, in: 3336, Philosophie und Welt, München 1963,
S. 139.)
date of origin: listopad 2006

Předmětnost a život | Svět – není „předmět“

Karl Jaspers (1952)
Entscheidend aber sind die Tatbestände, die nicht leicht zu fassen sind. Erstens: Kant begriff, daβ die Welt im Ganze gar nicht Gegenstand werden kann. Wir sind in der Welt und stehen nie der Welt als Ganzem gegenüber. Versuchen wir die Welt als Ganzes zu fassen, so geraten wir in Antinomien, d.h. in Widersprüche, deren Thesen und Antithesen beide gleich beweisbar scheinen, wenn man nur abstrakt denkt, und unlösbar, wenn die Erfahrung befragt wird.
Und zweitens ist die Welt nicht nur der in solcher Erkenntnis notwendig als leblos gedachte astronomische Kosmos, wie er mit mathematischen Abstraktionen im Maβe der Verifizierbarkeit zwingend erkannt wird. Daβ das Leben ist, und dass wir Menschen sind und dass das Bewusstsein auftritt, für das dies alles ins Unabsehbare erkennbar wird, das ist aus der heute rein mathematische erkannten Welt so wenig zu begreifen wie früher aus dem Mechanismus des Spiels der Atome. Aus dem erkennbaren Kosmos ist nicht die Herkunft des Denkens zu begreifen, das ihn erkennt.
(Der Weltschöpfungsgedanke, in: 3336, Philosophie und Welt, München 1963,
S. 143.)
date of origin: listopad 2006