ARCHIV LADISLAVA HEJDÁNKA
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Subjektivita - objektivita a „pravost“

Karl Jaspers (1947)
aa) Alles Wahrsein ist in der Spaltung von Subjektivität und Objektivität.
Wohl ist der ständige Antrieb in uns beim wissenschftlichen Forschen, die Welt zu betrachten, als ob ich, der Erkennende, gar nicht darin und dabei sein; wir möchten die Welt erforschen unter Ausschluß dessen, daß wir es sind, die sie erkennen.
Wir wollen die fälschende Subjektivität ausschalten, durch die ich in Sinnestäuschungen, in situationsbedingten und der eigenen Wesensart entspringenden unbefragten Wertschätzungen, in zufälligen und undisciziplinierten Denkungsweisen der Unwahrheit unterliege. Aber die Überwindung der fälschenden Subjektivität bedeutet stets nur die Herausarbeitung der reinen, wahren Subjektivität: im Bewußtsein überhaupt, in den gemeinsamen Daseinsinteressen, in der Substanz der durch Ideen erwirkten Gemeinschaft, in der Existenz, die in unüberschreitbarer Geschichtlichkeit kommunikativ zu sich selbst und zum Einen der Transzendenz kommen kann.
(3326, Von der Wahrheit, München 1958, S. 628.)
vznik lístku: únor 2005