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Řeč (e Sprache) - původ

Karl Jaspers (1947)
a) Die Frage nach dem Ursprung der Sprache. Ursprung kann gemeint sein entweder als der Sinn der Sprache im Sein oder als der Anfang des Sprachwerdens. Die Sinnfrage geht auf das zeitlose Wesen der Sprache, die genetische Frage auf die zeitliche Herkunft.
aa) Sinnfrage. Der Sinn der Sprache wird klar entweder durch immanente Wesensforschung oder durch metaphysische Erhellung des Sprachgrundes:
1. Immanent zeigt sich …
2. Dem transzendierenen Suchen erscheint die Sprache als …
(3326, Von der Wahrheit, München 1958, S. 441.)
date of origin: březen 2005

Řeč (e Sprache)

Karl Jaspers (1947)
Sprache ist in ihrer Objektivität – im faktischen Sprechen, in Texten aus den Jahrtausenden – ein Gegenstand, der in der Welt vorkommt. Er hat seine Wirklichkeit in der Mannigfaltigkeit der empirischen Sprachen, hat eine Handgreiflichkeit seines Bestandes, wie alles Empirische. Die Sprachen sind Gegenstand einer Fachwissenschaft, die sich wieder in viele spezielle Fachwissenschaften aufteilt.
Aber Sprache ist nicht nur Forschungsobjekt, sondern auch Grenze. Wie die Sprache nicht loszulösen ist von unserem Denken, so ist sie auch im Erforschen ihrer selbst als eines Gegenstandes immer schon gebraucht und allgegenwärtig. Sprache ist als Forschungsobjekt nie mehr in ihrem Ganzen da. Denn was Sprache ist, ist mehr als das, als was sie zum Gegenstand wird.
Daher geht Sprachphilosophie nicht wie Sprachwissenschaft auf die Sprache als einen besonderen Gegenstand neben anderen, sondern ist gerichtet auf den Grund unseres Seins, wo im Ursprung Sein und Denken und Wahrheit mit der Sprache in einem gegenwärtig sind. Kurz: Sprachwissenschaft hat zum Objekt einen empirisch zu erforschenden Gegenstand. Sprachphilosophie aber sucht in der Sprache den Grund der Transzendenz.
(3326, Von der Wahrheit, München 1958, S. 440.)
date of origin: březen 2005