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Vědění (základní) „bezpředmětné“ | Bezpředmětný (gegenstandslos)

Karl Jaspers (1952)
Noch über die Götter hinaus fragt also der Dichter. Er kommt zu dem Letzten, zu dem Einen, er NEJNT ihn Aufseher und Herr von Allem. Ob auch dieser vielleicht es nicht weiβ, solche Frage scheint skeptisch bis zur Blasphemie. Aber ist sie das wirklich? Wenn die Frage nach dem „vorher“ im Ernst gestellt ist, wenn der Blick in das Geheimnis fiel, dann ist von dem Allumgreifenden, dem Unendlichen keine Aussage mehr angemessen. Das Denken hält fragend an. Es steht still vor dem Sein. DAS Sein soll nicht angetastet werden durch ein vermeintliches Wissen, auch nicht durch die Erwartung, es sein in der Form dessen, was wir Wissen nennen, überhaupt wiβbar. Die Frage: Oder weiβ auch er es nicht verbirgt die Unsagbarkeit des Eigentlichen, verbirgt die Wissensfremdheit des alles bestimmte Wissen überschreitenden gegenstandslosen Grundwissens.
Solche Erfahrung gab es vor dreitausend Jahren. Sind wir weitergekommen? Wissen wir heute mehrvom Ursprung der Welt? ...
(Der Weltschöpfungsgedanke, in: 3336, Philosophie und Welt, München 1963,
S. 159.)
date of origin: listopad 2006