Archiv Ladislava Hejdánka | Kartotéka

Zde najdete digitalizovanou podobu Hejdánkovy originální kartotéky. Její celkový objem čítá mnoho tisíc lístků. Zveřejňujeme je po částech, jak je zvládáme zpracovávat. V tuto chvíli máme zpracované to, co prof. Hejdánek sám vypracoval elektronicky. Zbývá ovšem mnoho práce na papírových kartičkách. Kromě Hejdánkových výpisků z četby obsahuje kartotéka také jeho vlastní myšlenkovou práci z posledních let, kterou nejde dohledat jinde.


Krankheit einer Zeit (und philosophische Probleme) | Krize doby a filosofie

Ludwig Wittgenstein (1937-44)
23. Die Krankheit einer Zeit heilt sich durch eine Veränderung in der Lebensweise der Menschen und die Krankheit der philosophischen Probleme konnte nur durch eine veränderte Denkweise und Lebensweise geheilt werden, nicht durch eine Medizin die ein einzelner erfand.
Denke, daß der Gebrauch des Wagens gewisse Krankheiten hervorruft nd begünstigt und die Menschheit von dieser Krankheit geplagt wird, bis sie sich, aus irgendwelchen Ursachen, als Resultat irgendeiner Entwickelung, das Fahren wieder abgewöhnt.
(5981, Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik, Werkausgabe Bd. 6, Suhrkamp 1984, S. 132.)
vznik lístku: prosinec 2007

Kauzalita a nahodilost

Carl Gierstorfer (2013)
Und noch etwas macht die Quantenwelt so verstörend: Hier regiert der Zufall. Einstein hatte sich zeitlebens gegen diese Einsicht gesträubt, aber mittlerweile zweifelt kein Physiker mehr daran: Gott ist leidenschaftlicher Spieler. Da die Welt im Kleinsten vom objektiven Zufall geprägt ist, gibt es letztendlich keine Kausalität und keinen Determinismus. Für die Wissenschaft bedeutet dies, dass das Prinzip von Ursache und Wirkung verletzt werden kann und dass sich somit die weitere Entwicklung unseres Universums auch nicht beliebig vorhersagen lässt.
Für Alipasha Vaziri ist diese Erkenntnis entscheidend, denn sie „gibt der Unmöglichkeit eine Chance“, wie er es ausdrückt. In der Quantenwelt kann nichts etwas bewirken, wird die Welt sonderbar und unserer Intuition gänzlich widersprechend. Dabei wäre es falsch anzunehmen, die Quantenwelt und unsere erfahrbare Welt würden von einer Art unsichtbaren Grenze getrennt, als hätten dort die einen Gesetze ihre Gültigkeit und hier die anderen. Nein, wir erfahren der in der makroskopischen Welt einfach keine Quanteneffekte, weil sie statistisch so unwahrscheinlich sind, dass sie schlichtweg nicht beobachtet werde. Abeer vielleicht hat die Wissenschaft einfach nicht genau genug hingeschaut.
(Der Unmöglichkeit eine Chance geben, in: Köpfe und Ideen, 2013, Wissenschaftskolleg zu Berlin, S. 49.)
vznik lístku: červenec 2013